Die 14-Tage-Frist gehört zum Verbraucherschutz beim Immobilienkauf. Sie soll sicherstellen, dass Käufer ausreichend Zeit haben, den Vertragsentwurf zu prüfen, bevor sie unterschreiben.
Rechtliche Grundlage
Paragraf 17 Absatz 2a Beurkundungsgesetz schreibt vor: Bei Verbraucherverträgen mit Unternehmerbeteiligung muss der Vertragsentwurf zwei Wochen vor der Beurkundung zur Verfügung stehen.
Sinn der Regelung: Verbraucher sollen den Entwurf in Ruhe durchgehen, gegebenenfalls juristischen Rat einholen und Rückfragen stellen können. Der Notar darf bei Unterschreitung den Termin nicht ohne Weiteres durchführen – das wäre Pflichtverletzung.
Die Frist gilt streng bei Käufen von Bauträgern, Investoren oder gewerblichen Verkäufern. Bei reinen Privatverkäufen ist sie nicht zwingend, wird aber in der Praxis oft eingehalten, weil sie dem Kaufvertrag eine saubere Grundlage gibt.
Konsequenzen für die Planung
Für die Terminplanung bedeutet das: Zwischen Versand des Vertragsentwurfs und Notartermin müssen mindestens 14 Kalendertage liegen. Bei Eile lohnt die frühzeitige Übersendung – auch wenn noch kleine Anpassungen folgen.
In der Eigentümer-Beratung erklärst du: Die Frist verzögert nicht den Verkauf, sondern strukturiert ihn. Käufer, die unter Zeitdruck unterschreiben, machen häufiger nachträglich Probleme. Wer 14 Tage Zeit zum Lesen hat, kann später nicht behaupten, etwas übersehen zu haben.
Im Verkaufsgespräch zeigst du Substanz, wenn du den Käufern den Vertragsentwurf aktiv zur Verfügung stellst und auf die Frist hinweist. Ein Käuferportal mit allen Dokumenten – inklusive Vertragsentwurf zum Download – setzt die Frist sauber in Gang und dokumentiert den Versand für später. Das schützt vor späteren Diskussionen um angeblich verspätete Zustellung.