Glossar

Begriffe rund um den Immobilienverkauf.

Alle 210 Begriffe kurz und klar erklärt – vom Notariatsrecht bis zur digitalen Kaufabwicklung.

Kategorie

Finanzierung

Annuität

Gleichbleibende monatliche Rate aus Zins und Tilgung – Standard bei Immobiliendarlehen.

Annuitätendarlehen

Standardform der Baufinanzierung mit gleichbleibender Monatsrate aus Zins und Tilgung.

BAFA-Förderung

Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – vor allem für Heizungstausch und Energieberatung.

Bausparvertrag

Sparvertrag mit garantiertem Darlehensanspruch – kombiniert Ansparen und späteres zinsgünstiges Darlehen.

Beleihungsauslauf

Verhältnis von Darlehenshöhe zu Beleihungswert in Prozent – wichtigste Kennzahl für Zinskonditionen.

Bereitstellungszins

Gebühr der Bank für nicht abgerufene Darlehensbeträge – relevant bei Bauvorhaben mit gestaffelter Auszahlung.

Bonitätsprüfung

Überprüfung der Kreditwürdigkeit eines Kaufinteressenten durch Makler oder Verkäufer vor dem Kaufvertragsabschluss.

Disagio

Abschlag vom Auszahlungsbetrag eines Darlehens, der den Sollzins senkt – heute eher selten genutzt.

Effektivzins

Jährlicher Gesamtzins eines Darlehens inklusive aller Nebenkosten – die einzige vergleichbare Zinsangabe.

Eigenkapital

Die vom Käufer aus eigenen Mitteln eingebrachten Geldmittel. Kernfaktor für Finanzierungskonditionen und Darlehensgenehmigung.

Finanzierungszusage

Verbindliche oder vorläufige Zusage einer Bank über ein Immobiliendarlehen. Standardnachweis bei der Bonitätsprüfung durch den Makler.

Forward-Darlehen

Heute abgeschlossenes Darlehen mit Auszahlung in der Zukunft – sichert Zinsen für die Anschlussfinanzierung.

Kapitaldienstfähigkeit

Die Fähigkeit eines Kreditnehmers, die laufende Zins- und Tilgungsleistung eines Darlehens zu tragen. Kernprüfung jeder Bank.

Kaufpreiszahlung

Die Überweisung des Kaufpreises durch den Käufer an den Verkäufer. Erfolgt nach Fälligkeitsmitteilung des Notars.

KfW-Förderung

Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse der staatlichen KfW-Bank für Neubau, Sanierung und Energieeffizienz.

KIM-Verordnung

Wohnimmobilienkreditrichtlinie – europaweite Regelung zur Prüfung der Kreditwürdigkeit bei Immobilienfinanzierungen.

Muskelhypothek

Eigenleistung des Käufers bei Bau oder Sanierung, die als Eigenkapital-Ersatz von Banken anerkannt wird.

Restschuld

Verbleibende Darlehenssumme zu einem bestimmten Zeitpunkt – wichtig am Ende der Zinsbindung und beim Verkauf.

SCHUFA-Auskunft

Bonitätsauskunft der SCHUFA Holding AG. Standardnachweis für Kreditwürdigkeit bei Wohnungs- und Immobilienkäufen in Deutschland.

Sollzins

Reiner Zinsaufschlag eines Darlehens ohne Nebenkosten – nicht direkt mit anderen Angeboten vergleichbar.

Sondertilgung

Außerplanmäßige Zahlung zusätzlich zur regulären Rate, die direkt die Restschuld reduziert.

Tilgungsaussetzung

Vorübergehende Pause der Tilgung im Darlehensvertrag – während der Aussetzung werden nur Zinsen gezahlt.

Tilgungsplan

Tabellarische Übersicht aller Zahlungen über die Darlehenslaufzeit mit Zins-, Tilgungs- und Restschuldanteilen.

Tilgungssatz

Prozentualer Anteil der jährlichen Darlehenstilgung, der die Geschwindigkeit der Rückzahlung bestimmt.

Variable Verzinsung

Darlehen mit variablem Zinssatz, der sich regelmäßig am Marktzins orientiert – flexibel, aber riskanter.

Volltilgerdarlehen

Darlehen, bei dem die Zinsbindung so lang gewählt ist, dass am Ende keine Restschuld bleibt.

Vorfälligkeitsentschädigung

Entschädigung an die Bank, wenn ein Darlehen vor Ablauf der Zinsbindung gekündigt wird – meist im Verkaufsfall.

Wohn-Riester

Staatlich geförderte Altersvorsorge, die für selbstgenutztes Wohneigentum eingesetzt werden kann.

Wohngebäudeversicherung

Pflicht-Versicherung für Immobilieneigentümer – deckt Schäden an der Bausubstanz durch Feuer, Sturm, Wasser und mehr.

Zinsbindung

Zeitraum, in dem der vereinbarte Sollzins für ein Darlehen festgeschrieben ist – meist 5 bis 30 Jahre.

Zwischenfinanzierung

Kurzfristiges Darlehen zur Überbrückung, bis ein erwarteter Geldzufluss kommt – meist beim parallelen Kauf und Verkauf.

Kategorie

Flächen & Bewertung

Anliegerbeitrag

Beitrag der Grundstückseigentümer zu Ausbau oder Erneuerung kommunaler Straßen und Wege vor ihrem Grundstück.

Baufenster

Im Bebauungsplan festgelegte Fläche innerhalb des Grundstücks, auf der Hauptgebäude errichtet werden dürfen.

Baulast

Öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, etwas zu tun, zu dulden oder zu unterlassen.

Bausubstanz

Gesamtheit der tragenden und langlebigen Bauteile einer Immobilie – Fundament, Wände, Decken, Dachstuhl.

Beleihungswert

Der von einer Bank auf Dauer erzielbare Wert einer Immobilie. Grundlage für die Höhe von Immobiliendarlehen, meist 10 bis 20 Prozent unter Marktwert.

Bewirtschaftungskosten

Laufende Kosten zur Erhaltung und Verwaltung einer Immobilie – die werden vom Rohertrag abgezogen.

Bodenrichtwert

Durchschnittlicher Lagewert für Grund und Boden in einer Zone – wird von Gutachterausschüssen jährlich festgelegt.

Bruttogeschossfläche (BGF)

Gesamtfläche aller Geschosse eines Gebäudes inklusive Wänden – wichtige Bezugsgröße im Baurecht.

DIN 277

Deutsche Norm zur Flächenberechnung von Bauwerken – definiert Brutto-Grundfläche, Netto-Raumfläche und Konstruktionsfläche.

Energieausweis

Pflichtdokument beim Immobilienverkauf. Zeigt den energetischen Zustand einer Immobilie in einer Skala von A+ bis H.

Erschließungskosten

Kosten für die erstmalige Erschließung eines Grundstücks mit Straßen, Kanalisation, Wasser, Strom und Telekommunikation.

Ertragswertverfahren

Bewertungsmethode für Renditeobjekte – ermittelt den Wert über die zukünftigen Mieterträge.

Gesamtnutzungsdauer

Geschätzte wirtschaftliche Gesamtlebensdauer eines Gebäudes – Basis für Bewertung und Alterswertminderung.

Geschossflächenzahl (GFZ)

Verhältnis der Summe aller Vollgeschossflächen zur Grundstücksfläche. Bestimmt das gesamte Bauvolumen eines Grundstücks.

Grundflächenzahl (GRZ)

Kennzahl im Bauplanungsrecht: Verhältnis von überbauter Fläche zur Grundstücksgröße. Bestimmt, wie viel Grundstück bebaut werden darf.

Grundstücksgröße

Die Fläche eines Grundstücks in Quadratmetern, wie sie im Katasteramt eingetragen ist. Grundlage für Bebauungsmöglichkeiten und Bewertung.

Liegenschaftszinssatz

Zinssatz, mit dem im Ertragswertverfahren die zukünftigen Erträge auf den heutigen Wert kapitalisiert werden.

Marktanpassungsfaktor

Korrekturfaktor in der Sachwertermittlung, der den rechnerischen Sachwert an die regionale Marktlage anpasst.

Marktwert

Der Preis, der unter üblichen Marktverhältnissen für eine Immobilie erzielbar ist. Gesetzlich identisch mit dem Verkehrswert.

Mietmultiplikator

Verhältnis von Kaufpreis zu Jahresnettomiete – schnelle Faustformel zur Bewertung von Renditeobjekten.

Mietspiegel

Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten in einer Gemeinde – wichtigste Basis für Mieterhöhungen und Bewertungen.

Modernisierungsgrad

Maß für den Zustand und die zeitgemäße Ausstattung einer Immobilie – relevant für Bewertung, Restnutzungsdauer und Kaufpreis.

Nutzfläche

Summe aller Flächen eines Gebäudes, die nicht Wohnzwecken dienen – Keller, Abstellräume, Hobbyräume, gewerblich genutzte Bereiche.

Quadratmeterpreis

Kaufpreis pro Quadratmeter Wohnfläche. Die wichtigste Vergleichsgröße zwischen Immobilien unterschiedlicher Größe.

Reinertrag

Jahresertrag nach Abzug der Bewirtschaftungskosten – die zentrale Größe im Ertragswertverfahren.

Restnutzungsdauer

Verbleibende wirtschaftliche Nutzungsdauer eines Gebäudes – entscheidend für Bewertung und Alterswertminderung.

Rohertrag

Gesamte Jahresmiete (Kaltmiete) einer vermieteten Immobilie – Bruttogröße vor Abzug der Bewirtschaftungskosten.

Sachwertverfahren

Bewertungsmethode auf Basis der Wiederbeschaffungskosten – Standard bei Sonderimmobilien ohne Vergleichswerte.

Vergleichswertverfahren

Bewertungsmethode auf Basis realer Verkaufspreise vergleichbarer Objekte – Standard bei Wohnimmobilien.

Verkehrswert

Marktwert einer Immobilie zum Stichtag – die gesetzlich definierte Bewertungsgrundlage nach § 194 BauGB.

Verkehrswertgutachten

Gutachterlich ermittelter Marktwert einer Immobilie, erstellt von einem öffentlich bestellten oder zertifizierten Sachverständigen.

Wohnfläche

Die nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnete Fläche einer Wohnung. Entscheidender Faktor für Quadratmeterpreis und Mieteinschätzung.

Wohnflächenverordnung (WoFlV)

Bundesweite Verordnung zur Berechnung der Wohnfläche – verbindlich für Mietverhältnisse und Vermarktung.

Kategorie

Kaufabwicklung

Beurkundungstermin

Termin beim Notar, bei dem der Kaufvertrag zwischen Verkäufer und Käufer verlesen, erklärt und unterzeichnet wird.

Eigentumsumschreibung

Letzter Schritt der Kaufabwicklung: Der Käufer wird als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen.

Eintragungsbewilligung

Notariell beglaubigte Erklärung, dass ein bestimmter Eintrag ins Grundbuch erfolgen darf – etwa für Auflassung oder Lastenlöschung.

Energieausweis-Pflicht

Gesetzliche Pflicht, beim Verkauf oder bei der Vermietung einer Immobilie einen gültigen Energieausweis vorzulegen.

Grundbuchauszug

Offizielle Kopie des Grundbuchs für ein bestimmtes Grundstück – zeigt Eigentümer, Belastungen und Rechte Dritter.

Grundbuchberichtigung

Korrektur eines unrichtigen Grundbucheintrags – etwa nach Erbfall, Namensänderung oder Berichtigung tatsächlicher Verhältnisse.

Kaufabsichtserklärung

Schriftliche Erklärung des Interessenten, eine Immobilie zu definierten Konditionen kaufen zu wollen – rechtlich unverbindlich.

Kaufabwicklung

Die Phase zwischen notariellem Kaufvertrag und Schlüsselübergabe. Umfasst 15 bis 20 einzelne Schritte über 6 bis 12 Wochen.

Kostenträger Notar

Regelung im Kaufvertrag, wer die Notar- und Grundbuchkosten beim Immobilienkauf trägt – üblicherweise der Käufer.

Lastenfreistellung

Ablösung der im Grundbuch eingetragenen Belastungen vor oder bei Eigentumsübertragung – meist über die finanzierende Bank des Verkäufers.

Letter of Intent

Englischer Begriff für Kaufabsichtserklärung – im Immobilienbereich vor allem bei Gewerbeobjekten und internationalen Transaktionen üblich.

Maklervertrag

Vertrag zwischen Auftraggeber und Makler über die Vermittlung einer Immobilie – Grundlage des Provisionsanspruchs.

Mängelliste

Aufstellung aller bei der Übergabe festgestellten Mängel an einer Immobilie – Bestandteil des Übergabeprotokolls.

Notaranderkonto

Treuhandkonto des Notars, auf das der Käufer den Kaufpreis einzahlt – wird bei komplexen Kaufabwicklungen genutzt.

Reflexionsfrist (14-Tage-Frist)

Mindestens zweiwöchige Frist zwischen Übersendung des Vertragsentwurfs und Beurkundung – schützt Verbraucher beim Immobilienkauf.

Reservierungsgebühr

Zahlung des Kaufinteressenten an den Makler, die das Objekt für einen bestimmten Zeitraum exklusiv reserviert.

Reservierungsvereinbarung

Schriftliche Zusage des Maklers, ein Objekt für einen bestimmten Interessenten zu reservieren – meist gegen Gebühr.

Sanierungskonzept

Strukturierter Plan zur energetischen oder substanziellen Sanierung einer Immobilie – Grundlage für Förderung und Kaufentscheidung.

Schenkungssteuer

Steuer auf unentgeltliche Vermögensübertragungen – relevant bei Immobilienübertragung an Kinder, Ehepartner oder Dritte.

Schlüsselübergabe

Übergabe aller Schlüssel der Immobilie vom Verkäufer an den Käufer – meist am Übergabetermin nach vollständiger Kaufpreiszahlung.

Spekulationssteuer

Einkommensteuer auf Gewinne aus dem Verkauf einer Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist von zehn Jahren.

Übergabeprotokoll

Schriftliche Dokumentation der Wohnungsübergabe – Zählerstände, Zustand der Räume, Schlüsselübergabe. Rechtlich entscheidend.

Übergabetermin

Vereinbarter Termin, an dem die Immobilie vom Verkäufer an den Käufer physisch übergeben wird – mit Schlüssel, Zählerständen und Protokoll.

Verhandlungsphase

Zeitraum zwischen erstem Kaufinteresse und unterschriebener Kaufabsichtserklärung – Kernphase der Maklertätigkeit.

Vollzugsmitteilung

Mitteilung des Notars an die Beteiligten, dass der Kaufvertrag vollständig umgesetzt wurde – inklusive Eigentumsumschreibung.

Vorvertrag

Notarieller Vertrag, der Verkäufer und Käufer zum späteren Abschluss eines Kaufvertrags verpflichtet.

Wohnungsübergabe

Die formelle Übergabe einer verkauften Immobilie vom Verkäufer an den Käufer – meist am letzten Tag der Kaufabwicklung.

Zählerablesung

Erfassung der Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und Heizung zum Zeitpunkt des Eigentums- und Besitzwechsels.

Kategorie

Maklergeschäft

360-Grad-Tour

Virtueller Rundgang durch eine Immobilie mit interaktiven Panoramaaufnahmen – Standard bei modernen Online-Exposés.

Akquise

Systematische Gewinnung neuer Verkaufsmandate durch Eigentümeransprache, Empfehlungen und Marktbearbeitung.

Alleinauftrag

Exklusive Vermarktungsvereinbarung zwischen Eigentümer und Makler – andere Makler dürfen das Objekt nicht gleichzeitig verkaufen.

Außenprovision

Maklerprovision, die vom Käufer gezahlt wird – im Unterschied zur Innenprovision durch den Verkäufer.

Bestellerprinzip

Grundsatz im Immobilienrecht: Wer den Makler beauftragt, zahlt ihn. Bei Mietobjekten streng, bei Einfamilienhäusern als hälftige Teilung.

Bieterverfahren

Strukturierter Verkaufsprozess, bei dem mehrere Kaufinteressenten verdeckt Gebote abgeben. Der höchste Bieter erhält den Zuschlag.

Doppelprovision

Provisionsmodell, bei dem der Makler sowohl vom Verkäufer als auch vom Käufer eine Provision erhält.

Drohnenaufnahme

Luftaufnahme einer Immobilie und ihrer Umgebung mit einer Drohne – Standard bei hochwertigen Exposés und Grundstücksverkäufen.

Exposé

Das Verkaufsdokument einer Immobilie – Fakten, Bilder, Lage. Die erste Visitenkarte gegenüber Kaufinteressenten.

Grundriss 3D

Dreidimensionale Darstellung der Wohnungs- oder Hausstruktur – kombiniert Grundriss-Logik mit räumlicher Visualisierung.

Home Staging

Professionelle Inszenierung einer Immobilie für die Vermarktung – durch Möbel, Dekoration und Lichtgestaltung.

ImmobilienScout24

Größtes deutsches Immobilienportal mit über 90 Prozent Reichweite bei aktiven Kaufinteressenten.

Immowelt

Zweitgrößtes deutsches Immobilienportal nach ImmobilienScout24 – wichtiger Vermarktungskanal mit eigener Zielgruppe.

Innenprovision

Maklerprovision, die vom Verkäufer (Eigentümer) gezahlt wird – im Unterschied zur Außenprovision durch den Käufer.

Käuferschutz

Maßnahmen und Vereinbarungen, die Kaufinteressenten während der Verhandlungs- und Abwicklungsphase rechtlich und finanziell absichern.

Listing

Veröffentlichung einer Immobilie auf Portalen und Maklerwebsites mit Bildern, Eckdaten und Preis – der klassische Vermarktungsstart.

Maklererlaubnis §34c GewO

Gewerbliche Genehmigung, die zur Ausübung der Maklertätigkeit in Deutschland erforderlich ist – ausgestellt von der zuständigen Behörde.

Maklerprovision

Die Courtage, die für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie gezahlt wird – seit 2020 bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen geteilt.

Maklerrecht §652 BGB

Zentrale gesetzliche Grundlage für den Maklervertrag in Deutschland – regelt Provisionsanspruch bei erfolgreicher Vermittlung.

Maklerwiderruf

Recht des Verbrauchers, einen außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Maklervertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen.

Marktwertanalyse

Detaillierte Untersuchung des aktuellen Marktwerts einer Immobilie unter Einbezug von Lage, Zustand, Vergleichsobjekten und Nachfrage.

Off-Market

Verkauf einer Immobilie ohne öffentliche Ausschreibung – direkt aus dem Maklernetzwerk an vorgemerkte Kaufinteressenten.

Open House

Besichtigungsformat, bei dem mehrere Kaufinteressenten ein Objekt gleichzeitig in einem festgelegten Zeitfenster besichtigen.

Pocket Listing

Verkaufsmandat, das der Makler exklusiv hält und nicht öffentlich ausschreibt – Kern des Off-Market-Geschäfts.

Provisionsteilung

Aufteilung der Maklerprovision zwischen Verkäufer und Käufer – gesetzlich vorgegeben durch §656c BGB.

Qualifizierter Alleinauftrag

Alleinauftrag mit zusätzlichem Verzicht des Eigentümers auf Eigenvermarktung. Alle Interessenten laufen über den Makler.

Tippgeber

Person, die einem Makler Hinweise auf verkaufsbereite Eigentümer oder Kaufinteressenten gibt – meist gegen Vergütung.

Vermarktungsstrategie

Strukturierter Plan zur erfolgreichen Vermarktung einer Immobilie – mit Zielgruppe, Kanal-Mix, Preisstrategie und Zeitplan.

Wertermittlung

Strukturierte Ermittlung des Verkehrswerts einer Immobilie nach anerkannten Verfahren – Grundlage jeder Verkaufsstrategie.

Widerrufsbelehrung

Schriftliche Information an den Verbraucher über sein Widerrufsrecht – Pflicht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen.

Zielgruppenanalyse

Definition der wahrscheinlichsten Käufergruppe für eine konkrete Immobilie – Grundlage für Kanal-Wahl, Bildsprache und Texterstellung.

Kategorie

Notariat & Recht

Auflassung

Notarielle Einigung zwischen Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang an einer Immobilie – zwingender Bestandteil jedes Kaufvertrags.

Auflassungserklärung

Notariell beurkundete Einigung von Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang an einem Grundstück.

Auflassungsvormerkung

Eintragung im Grundbuch, die den Käufer nach Vertragsabschluss vor Zweitverkäufen und neuen Belastungen schützt.

Belastungsvollmacht

Notarielle Vollmacht, die es dem Käufer erlaubt, das Objekt vor Eigentumsumschreibung mit einer Grundschuld zu belasten.

Beurkundung

Notarielle Bestätigung eines Vertrags als öffentliche Urkunde. Beim Immobilienkauf in Deutschland zwingend vorgeschrieben.

Denkmalschutz

Rechtlicher Status eines Gebäudes, das wegen historischer oder kultureller Bedeutung geschützt ist. Bauliche Veränderungen nur mit Genehmigung.

Dienstbarkeit

Oberbegriff für dingliche Rechte, die einem Berechtigten begrenzte Nutzungsbefugnisse an einem fremden Grundstück geben.

Eigentumsvorbehalt

Klausel, mit der sich der Verkäufer das Eigentum bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung vorbehält. Bei Immobilien selten, im Mobiliarkauf Standard.

Eintragungsantrag

Förmlicher Antrag an das Grundbuchamt, eine Änderung im Grundbuch zu vollziehen – etwa Eigentumsumschreibung oder Grundschuldeintragung.

Erbbaurecht

Das Recht, auf einem fremden Grundstück zu bauen oder ein Gebäude zu nutzen. Der Erbbaurechtsnehmer zahlt einen jährlichen Erbbauzins.

Erbengemeinschaft

Mehrere Personen, die gemeinsam Erbe eines Nachlasses werden – Entscheidungen über Verkauf und Verwaltung müssen einstimmig getroffen werden.

Erbschein

Amtlicher Nachweis des Nachlassgerichts darüber, wer Erbe einer verstorbenen Person ist – Voraussetzung für die Grundbuchberichtigung.

Fälligkeitsmitteilung

Schreiben des Notars an den Käufer, das den Zahlungstermin für den Kaufpreis festlegt – nach Erfüllung aller Voraussetzungen.

Genehmigungserklärung

Nachträgliche Zustimmung einer Vertragspartei oder eines Dritten zu einer Erklärung, die zunächst ohne ausreichende Vollmacht abgegeben wurde.

Gesetzliches Vorkaufsrecht

Recht, das bestimmten Personen oder Behörden gesetzlich zusteht, beim Verkauf einer Immobilie in den Kaufvertrag einzutreten.

Grundbuch

Öffentliches Register, in dem die Eigentumsverhältnisse und Belastungen von Grundstücken rechtssicher verzeichnet sind.

Grundbuch Abteilung I

Erste Abteilung des Grundbuchs – führt Eigentümer und die Grundlage des Erwerbs auf.

Grundbuch Abteilung II

Zweite Abteilung des Grundbuchs – führt Lasten und Beschränkungen wie Wegerechte, Nießbrauch, Vorkaufsrechte oder Auflassungsvormerkungen.

Grundbuch Abteilung III

Dritte Abteilung des Grundbuchs – führt Grundpfandrechte wie Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden.

Grunddienstbarkeit

Eingetragene Belastung eines Grundstücks zugunsten eines anderen Grundstücks. Typisch: Wegerecht, Leitungsrecht, Überbaurecht.

Grunderwerbsteuer

Steuer auf den Erwerb von Grundstücken und Immobilien, die der Käufer zahlt. Höhe je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Grundschuld

Dingliches Recht im Grundbuch, das der Bank als Sicherheit für ein Immobiliendarlehen dient. Flexibler als die klassische Hypothek.

Insolvenzversteigerung

Versteigerung einer Immobilie aus der Insolvenzmasse – durchgeführt vom Insolvenzverwalter zur Befriedigung der Gläubiger.

Kaufvertrag

Notariell beurkundete Vereinbarung über den Verkauf einer Immobilie. In Deutschland zwingend schriftlich und durch Notar beglaubigt.

Leitungsrecht

Grundbucheintragung, die das Verlegen und Unterhalten von Versorgungsleitungen auf einem fremden Grundstück erlaubt.

Nießbrauch

Recht, eine Immobilie umfassend zu nutzen und die Erträge zu ziehen, ohne Eigentümer zu sein – meist auf Lebenszeit.

Notarielle Vollmacht

Vom Notar beurkundete oder beglaubigte Vollmacht, die Voraussetzung für Eigentumsübertragungen an Grundstücken ist.

Notarkosten

Gesetzlich festgelegte Gebühren für notarielle Leistungen beim Immobilienkauf – zwischen 1 und 2 Prozent des Kaufpreises.

Notartermin

Termin zur notariellen Beurkundung des Kaufvertrags – der rechtlich entscheidende Moment beim Immobilienkauf in Deutschland.

Notarvertrag

Notariell beurkundeter Kaufvertrag über eine Immobilie – Pflicht nach §311b BGB für jede Eigentumsübertragung an Grundstücken.

Reallast

Grundbucheintragung, die den jeweiligen Eigentümer verpflichtet, wiederkehrende Leistungen (Geld, Sachleistung, Dienst) an einen Berechtigten zu erbringen.

Sukzessivverkauf

Veräußerung mehrerer Einheiten eines Objekts in zeitlichem Abstand – typisch bei Bauträgern und WEG-Aufteilungen.

Teilungsversteigerung

Gerichtliche Versteigerung einer Immobilie zur Auflösung einer Eigentümergemeinschaft, wenn sich die Beteiligten nicht über einen Verkauf einigen.

Vollmacht

Rechtliche Befugnis, im Namen eines anderen Rechtsgeschäfte abzuschließen. Bei Immobiliengeschäften regelmäßig notariell erforderlich.

Vorkaufsrecht

Das Recht einer Partei, im Verkaufsfall zu den gleichen Konditionen zu kaufen wie ein fremder Käufer. Häufig bei Gemeinden oder Mietern.

Wegerecht

Grundbucheintragung, die einem Nachbarn oder Dritten erlaubt, ein fremdes Grundstück zu betreten oder zu befahren.

Wohnungsrecht

Persönliches Recht, eine Wohnung oder ein Haus selbst zu bewohnen – ohne Eigentum, ohne Vermietungsmöglichkeit.

Zwangsversteigerung

Gerichtliche Versteigerung einer Immobilie zur Befriedigung von Gläubigeransprüchen – meist bei Zahlungsunfähigkeit des Eigentümers.

Kategorie

PropTech & Tools

AVM (Automated Valuation Model)

Algorithmische Immobilienbewertung auf Basis von Marktdaten – Standard für Erstindikationen vor dem Vor-Ort-Termin.

BIM (Building Information Modeling)

Methode zur digitalen Planung, Errichtung und Bewirtschaftung von Gebäuden auf Basis eines integrierten 3D-Modells mit allen Bauteildaten.

Cloud-Speicher

Online-Speicherdienst, der Dateien zentral verfügbar macht – heute Standard für Dokumentenmanagement im Maklergeschäft.

Conversion-Optimierung

Systematische Verbesserung der Conversion-Rate – also des Anteils an Website-Besuchern, die eine gewünschte Handlung ausführen.

Cookie-Banner

Hinweis auf einer Website, der Nutzer um Einwilligung in das Setzen von Tracking-Cookies bittet – seit DSGVO und TTDSG Pflicht.

CRM-Integration

Technische Anbindung des CRM-Systems an andere Tools wie Kundenportal, E-Mail-Marketing oder Buchhaltung – Voraussetzung für effizientes Maklergeschäft.

Datenraum

Geschützter Online-Bereich für die strukturierte Bereitstellung sensibler Dokumente an definierte Personen – Standard für Due-Diligence-Prozesse.

Digitaler Zwilling

Digitales 3D-Abbild einer realen Immobilie, das geometrische, technische und bewirtschaftungsrelevante Daten in einem Modell vereint.

DSGVO

Datenschutz-Grundverordnung der EU seit 2018. Regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten in Europa, mit hohen Strafen bei Verstößen.

Engagement-Tracking

Systematische Erfassung der Interaktionen von Kaufinteressenten mit einem Exposé oder Kundenportal. Grundlage für die Qualifizierung.

Heatmap-Tracking

Visualisierung des Nutzerverhaltens auf einer Website – zeigt, wo Besucher klicken, scrollen und ihre Aufmerksamkeit verweilt.

Immobilien-API

Programmierschnittstelle, über die Immobilien-Daten zwischen Systemen ausgetauscht werden – Basis für Inserate-Synchronisation, AVMs und Drittanwendungen.

ImmoXML

XML-basiertes Datenaustauschformat für Immobilienangebote – Standard für die Übertragung von Objektdaten zwischen Maklersoftware und Portalen.

KI-Bewertung

Immobilienbewertung auf Basis von Machine-Learning-Modellen – nächste Evolutionsstufe der klassischen AVM-Verfahren.

Kundenportal

Geschützte Online-Umgebung, in der Kunden mit ihrem Dienstleister interagieren – Dokumente einsehen, hochladen, Status verfolgen.

Lead-Funnel

Strukturierter Prozess, der potenzielle Kunden vom Erstkontakt bis zur Auftragsunterzeichnung führt – im Maklergeschäft typisch in Stufen wie Lead, Termin, Auftrag.

Magic Link

Einmaliger Anmeldelink per E-Mail, der ohne Passwort Zugang zu einem geschützten Bereich gewährt. Standard für moderne Kundenportale.

Makler-CRM

Customer-Relationship-Management-Software speziell für Immobilienmakler. Verwaltet Objekte, Leads, Pipeline und Provisionen.

Maklersoftware

Branchenspezifische Software zur Steuerung von Akquise, Vermarktung, Kontaktmanagement und Kaufabwicklung im Maklergeschäft.

Mietverwaltungssoftware

Software für die laufende Verwaltung von Mietverhältnissen – Mietverträge, Zahlungseingänge, Nebenkostenabrechnungen, Mieter-Kommunikation.

OpenImmo

Etablierter Datenaustausch-Standard im deutschen Immobilienmarkt – wird von praktisch allen Portalen und Maklersystemen unterstützt.

Property-Management-Software

Software für die kaufmännische und technische Verwaltung von Immobilien-Beständen – nicht zu verwechseln mit Maklersoftware.

Qualifizierte elektronische Signatur

Höchste Stufe der elektronischen Signatur nach eIDAS-Verordnung – ersetzt rechtsverbindlich die handschriftliche Unterschrift.

SaaS (Software-as-a-Service)

Software-Bereitstellungsmodell, bei dem Anwendungen über das Internet als Abo-Dienst genutzt werden – dominantes Modell für Maklersoftware und PropTech.

Self-Hosting

Eigenbetrieb von Software auf eigener oder gemieteter Infrastruktur – Gegenmodell zum SaaS-Bezug.

Single Sign-On (SSO)

Verfahren, bei dem ein einziger Login Zugriff auf mehrere Anwendungen gewährt – Komfort- und Sicherheitsstandard im Software-Stack.

Smart Contracts für Immobilien

Programmierte Verträge auf Blockchain-Basis, die Eigentumsübertragungen automatisiert und manipulationssicher abbilden sollen.

Virtueller Besichtigungstermin

Live-geführte Online-Besichtigung einer Immobilie per Videocall – Ergänzung oder Vorstufe zur physischen Besichtigung.

Webhook

Automatischer HTTP-Aufruf zwischen Systemen, der bei einem Ereignis ausgelöst wird – Grundlage moderner Software-Integration.

White-Label-Portal

Portal-Software, die unter der Marke des Nutzers läuft – eigene Domain, eigenes Logo, eigene Farben. Kein Softwarehersteller sichtbar.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Login-Verfahren mit zwei voneinander unabhängigen Authentifizierungsmerkmalen – heute Mindeststandard für jeden Geschäfts-Account.

Kategorie

WEG & Hausverwaltung

Beirat (WEG)

Aus der Eigentümergemeinschaft gewähltes Gremium, das den Verwalter berät und unterstützt – seit 2020 mit erweiterten Befugnissen.

Beschlussfassung

Förmliche Entscheidung der Eigentümerversammlung über Maßnahmen, Vergaben oder Vereinbarungen einer WEG.

Eigentümerversammlung

Jährliche Versammlung aller Wohnungseigentümer einer WEG – beschließt über Verwaltung, Sanierung, Wirtschaftsplan und Sondermaßnahmen.

Gemeinschaftseigentum

Alle Gebäudeteile und Anlagen, die allen Eigentümern einer WEG gemeinsam gehören und gemeinsam verwaltet werden.

Hausgeld

Monatlicher Beitrag jedes Wohnungseigentümers zur Deckung der gemeinschaftlichen Kosten einer WEG. Wird von der Verwaltung eingezogen.

Instandhaltungsrücklage

Finanzieller Puffer einer WEG für künftige Reparaturen und Modernisierungen – einer der wichtigsten Werttreiber einer Eigentumswohnung.

Instandhaltungsrücklage

Finanzielle Reserve der WEG für zukünftige Sanierungen und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums. Pflichtelement jeder WEG.

Jahresabrechnung

Jährliche Abrechnung aller Einnahmen und Ausgaben einer WEG – mit individueller Aufstellung für jeden Wohnungseigentümer.

Mietverwaltung

Laufende Verwaltung von Mietverhältnissen für einen Eigentümer – Mietverträge, Zahlungseingänge, Nebenkostenabrechnung, Mieter-Kommunikation.

Sondereigentum

Der exklusive Eigentumsbereich an einer Wohnung innerhalb einer WEG – die eigentliche Wohnung mit Wänden, Böden und Innenausbau.

Sondernutzungsrecht

Recht eines Wohnungseigentümers zur alleinigen Nutzung bestimmter Teile des Gemeinschaftseigentums – etwa Gartenanteil, Stellplatz oder Hobbyraum.

Stimmrecht in der WEG

Recht der Wohnungseigentümer, in der Eigentümerversammlung über gemeinschaftliche Angelegenheiten abzustimmen.

Teileigentum

Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes – z. B. Ladenlokale, Praxen, Büros in einer WEG.

Teilungserklärung

Notarielle Urkunde, mit der ein Mehrfamilienhaus rechtlich in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt wird. Grundlage jeder WEG.

Verwaltervertrag

Vertrag zwischen einer WEG und ihrem Verwalter über Leistungen, Vergütung und Laufzeit der Verwaltungstätigkeit.

Verwalterzustimmung

Zustimmung des WEG-Verwalters zum Verkauf einer Eigentumswohnung. In vielen Teilungserklärungen zwingend vorgeschrieben.

WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft)

Rechtliche Gemeinschaft aller Eigentümer einer Immobilie mit Wohnungseigentum. Regelt gemeinsame Entscheidungen, Kostenverteilung und Verwaltung.

Wirtschaftsplan

Jährliche Finanzplanung einer WEG – schätzt Einnahmen und Ausgaben und ist Grundlage der Hausgeld-Vorauszahlungen.

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