Die BAFA-Förderung ergänzt die KfW-Programme bei der Energiewende im Gebäudebestand. Statt zinsgünstiger Darlehen gibt es hier direkte Zuschüsse – ideal für einzelne Sanierungsmaßnahmen ohne Komplettsanierung.
Wo Makler die BAFA ins Spiel bringen
Bei älteren Heizungen ist die BAFA der wichtigste Hebel. Wer eine Immobilie mit Öl- oder Gasheizung verkauft, sollte den Käufer auf die Tauschförderung hinweisen: Eine Wärmepumpe kostet rund 25.000 bis 40.000 €, die BAFA fördert bis zu 70 % der Kosten. Aus einer abschreckenden Investition wird ein kalkulierbares Projekt mit hoher Förderquote.
Wichtig: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Wer erst kauft und dann Förderung beantragt, fliegt raus. Im Verkaufsgespräch lohnt also der Hinweis: „Stellen Sie den Antrag, sobald der Kaufvertrag steht, aber vor dem Handwerker-Auftrag."
Im Eigentümergespräch nutzen
Auch beim Verkauf hilft das BAFA-Wissen. Eigentümer mit schlechter Effizienzklasse können vor dem Verkauf eine BAFA-geförderte Energieberatung in Auftrag geben. Kosten: rund 1.500 €, davon bis zu 1.300 € Zuschuss. Ergebnis: ein individueller Sanierungsfahrplan, der Käufern den nächsten Schritt zeigt.
Das macht die Immobilie deutlich verkäuflicher. Statt nur einen Energieausweis zu zeigen, kann man konkret sagen: „Hier sind die nächsten 3 Sanierungsschritte mit geschätzten Kosten und Förderquoten." Käufer fühlen sich abgeholt und müssen nicht selbst recherchieren. Das ist Premium-Beratung im Verkaufsprozess – und differenziert deutlich vom Wettbewerb.