Die KfW-Förderung ist eines der wichtigsten staatlichen Instrumente in der Immobilienfinanzierung. Sie reduziert die Zinsbelastung deutlich – bei Sanierungen oft kombiniert mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen.
Was Makler bei Kaufberatung wissen müssen
Bei Bestandsimmobilien mit Sanierungsbedarf ist die KfW oft der Hebel, der einen Kauf überhaupt erst möglich macht. Wer ein Haus mit Effizienzklasse F oder G verkauft, sollte den Käufer aktiv auf die Sanierungsförderung hinweisen. Bis zu 45 % Tilgungszuschuss bei einer Sanierung zum Effizienzhaus 40 EE – das sind bei 100.000 € Sanierungskosten schnell 45.000 €.
Wichtig ist die Antragsreihenfolge: Erst Energieeffizienz-Experten beauftragen, dann Antrag stellen, dann Vertrag unterschreiben. Wer den Kaufvertrag zuerst unterschreibt, kann je nach Programm rausfallen.
Im Verkaufsgespräch positionieren
Bei einem Energieausweis mit schlechter Klasse hilft der KfW-Hinweis sofort: „Hier können Sie über die KfW sanieren und bekommen einen Tilgungszuschuss." Das verändert die Kaufkalkulation komplett. Aus einem teuren Sanierungsfall wird ein attraktives Projekt mit Förderung.
Auch beim Erstkauf für Familien gibt es Programme: Das KfW-Programm 300 fördert Familien mit Kindern beim Kauf von Wohneigentum mit zinsgünstigen Darlehen. Die genauen Einkommensgrenzen und Förderhöhen ändern sich – Stand 2026 sollte man die aktuelle Förderdatenbank prüfen, bevor man konkrete Zahlen nennt. Eine seriöse Beratung verweist immer auch auf den Energieeffizienz-Experten und den Finanzierungsberater.