SaaS ist im Maklergeschäft heute der Normalfall. Wer eine moderne Maklersoftware oder ein digitales Kundenportal nutzt, arbeitet praktisch immer im SaaS-Modell.
Wie SaaS technisch und wirtschaftlich funktioniert
Im SaaS-Modell stellt der Anbieter die komplette Software-Infrastruktur bereit: Server, Datenbanken, Backups, Updates, Sicherheits-Patches. Du als Nutzer greifst über den Browser oder eine mobile App zu, ohne lokale Installation. Abgerechnet wird typischerweise pro Nutzer und Monat, oft in gestaffelten Plänen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Vorteile gegenüber klassischer On-Premise-Software: niedrigere Einstiegskosten (keine Lizenz-Vorab-Investition), automatische Updates, ortsunabhängiger Zugriff über alle Geräte. Nachteil: dauerhafte laufende Kosten und eine gewisse Abhängigkeit vom Anbieter. Bei den meisten Maklerbüros überwiegen die Vorteile deutlich – die Total Cost of Ownership ist über fünf Jahre meist günstiger als bei selbst betriebener Software, vor allem wenn man den eigenen IT-Aufwand mitrechnet.
Was bei der SaaS-Auswahl zählt
In der Praxis triffst du mehrere wichtige Entscheidungen: Wo stehen die Server (idealerweise EU)? Welche Datenexport-Möglichkeiten gibt es (Schutz vor Vendor Lock-in)? Welche Schnittstellen werden geboten? Welche Sicherheitsstandards (ISO 27001, SOC 2) sind zertifiziert? Eine moderne Maklersoftware liegt heute fast immer in der Cloud. Das gilt auch für ergänzende Tools wie Kundenportal (etwa Portalist als SaaS-Lösung), E-Mail-Marketing oder Buchhaltung. Wer auf maximale Datenhoheit setzt, kann alternativ Self-Hosting prüfen – das ist aber mit deutlich mehr Eigenaufwand verbunden.
Im Verkaufsgespräch mit Eigentümern spielt das Backend selten eine Rolle. Wichtiger: Du kannst den Vorteil moderner SaaS-Tools – immer aktuell, immer verfügbar, automatisch DSGVO-konform – als Qualitätssignal für deine Vermarktung nutzen. Praxistipp: Lese vor jedem SaaS-Vertrag die Kündigungsbedingungen und die Datenexport-Optionen. Diese Details entscheiden später über deine Handlungsfreiheit. Auch in einer Cloud-Speicher-Strategie gilt: Daten bleiben dein Asset, der Anbieter ist austauschbar.