Die Schlüsselübergabe ist der symbolische und praktische Höhepunkt der Kaufabwicklung. Hier wird die Immobilie physisch ins Eigentum des Käufers überführt.
Was übergeben wird
Übergeben werden alle existierenden Schlüssel: Haustür, Wohnungstür, Kellertür, Briefkasten, Garage, Hoftor, Schließfächer in Mehrfamilienhäusern. Bei modernen Schließanlagen kommen Sicherheitskarten, Transponder oder Codes hinzu.
Die Anzahl jedes Schlüsseltyps gehört ins Übergabeprotokoll. Beispiel: "3 Haustürschlüssel, 2 Briefkastenschlüssel, 1 Schließfachschlüssel". Fehlende Schlüssel sollten explizit erwähnt werden – etwa "1 Hoftorschlüssel laut Aussage Verkäufer verloren".
Wichtig: Vor der Übergabe muss der Kaufpreis vollständig auf dem Empfängerkonto eingegangen sein. Eine Schlüsselübergabe vor Zahlung schwächt die Position des Verkäufers erheblich.
Sicherheit und Empfehlungen
Bei Wohnungen mit Standardzylindern empfiehlst du dem Käufer, die Schlösser zu tauschen. Die Kosten liegen bei wenigen hundert Euro, und der Käufer hat Sicherheit, dass kein unbekannter Dritter mehr Zugang hat.
In der Eigentümer-Beratung sprichst du den Verkäufer darauf an, alle Schlüssel rechtzeitig zusammenzusuchen. Häufige Quellen vergessener Schlüssel: ehemalige Mieter, Reinigungskräfte, Eltern oder Nachbarn mit Schlüsselservice. Eine vollständige Auflistung schon Wochen vor dem Übergabetermin lohnt sich.
Im Verkaufsgespräch zeigst du Substanz, wenn du diesen scheinbar trivialen Punkt nicht unterschätzt. Eine schludrige Schlüsselübergabe – mit Nachreichungen über Wochen – ist einer der häufigsten Anlässe für negatives Käufer-Feedback nach dem Kauf.