Glossar · PropTech & Tools

Virtueller Besichtigungstermin

Auch: Online-Besichtigung, Live-Video-Tour

Live-geführte Online-Besichtigung einer Immobilie per Videocall – Ergänzung oder Vorstufe zur physischen Besichtigung.

Der virtuelle Besichtigungstermin hat sich seit der Pandemie als fester Bestandteil des Maklergeschäfts etabliert. Richtig eingesetzt, spart er Zeit und sortiert Interessenten effizient vor.

Wie eine virtuelle Besichtigung professionell läuft

Im Idealfall ist der virtuelle Termin keine spontane Schalte, sondern ein strukturierter Ablauf. Vorbereitung: Du briefst den Käufer im Vorfeld kurz schriftlich, was er sehen wird. Du startest den Rundgang vor dem Haus und gehst dann systematisch durch alle Räume. Mit einem Smartphone-Gimbal vermeidest du wackelige Aufnahmen. Du beantwortest Rückfragen direkt während der Tour – der Käufer bekommt einen lebendigen Eindruck. Nach 20 bis 40 Minuten ist die Tour vorbei. Idealerweise verschickst du im Anschluss ein vollständiges Exposé mit weiterführenden Unterlagen, etwa über ein digitales Kundenportal.

Wo virtuelle Besichtigungen den Vermarktungsprozess optimieren

In der Praxis sind virtuelle Besichtigungen die ideale Vorstufe vor dem physischen Termin. Sie filtern Interessenten effizient: Wer nach der virtuellen Tour kein Interesse mehr hat, kommt auch nicht zum Vor-Ort-Termin – das spart dir Zeit für sechs bis acht Bummel-Besichtigungen. Im Premium-Segment können virtuelle Besichtigungen auch alleinige Verkaufsvermittlung leisten, vor allem bei Auslandsinteressenten oder Käufern, die nicht reisen wollen. Eine Mischung aus digitalem Zwilling für die selbständige Voraberkundung und live virtueller Besichtigung für persönliche Fragen ist Goldstandard.

In der Eigentümer-Beratung verkaufst du den virtuellen Termin als Reichweiten-Hebel: Du erreichst Käufer aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland. Im Verkaufsgespräch betonst du die Effizienz: Wer 20 virtuelle Besichtigungen anbietet, hat danach drei bis fünf wirklich interessierte Kandidaten – und kann gezielt zum Notartermin führen. Praxistipp: Wiederhole die wichtigsten Aussagen aus dem virtuellen Termin in der schriftlichen Nachfasse. Manche Käufer entscheiden später, andere brauchen den Rückblick auf die Tour, um sich zu erinnern.

Häufige Fragen

Zu Virtueller Besichtigungstermin

Wie unterscheidet sich eine virtuelle Besichtigung von einer 3D-Tour?+

Eine 3D-Tour ist eine vorbereitete, asynchrone Begehung. Ein virtueller Besichtigungstermin ist eine Live-Schaltung per Video, bei der du das Objekt persönlich zeigst und Fragen direkt beantwortest.

Welche Technik brauche ich?+

Ein Smartphone mit guter Kamera, ein Gimbal oder Stabilisator, gutes Licht und eine stabile Internetverbindung. Zoom, Microsoft Teams oder WhatsApp-Videoanruf reichen als Plattform.

Wann lohnt sich eine virtuelle Besichtigung?+

Bei Auslandsinteressenten, in der ersten Qualifizierungsphase, bei zeitkritischen Käufern und in jeder Phase, in der eine physische Besichtigung organisatorisch schwierig wäre.

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