Glossar · Maklergeschäft

360-Grad-Tour

Auch: Virtuelle Besichtigung, Virtual Tour

Virtueller Rundgang durch eine Immobilie mit interaktiven Panoramaaufnahmen – Standard bei modernen Online-Exposés.

Die 360-Grad-Tour ist seit Corona Standard im hochwertigen Vermarktungsangebot. Sie ersetzt zwar nicht die physische Besichtigung, aber sie filtert Interessenten und verkürzt den Verkaufsprozess.

Wirkung auf die Vermarktung

Für Makler bedeutet das: Wer eine 360-Grad-Tour einbindet, erhält weniger, aber qualifiziertere Anfragen. Käufer, die nach dem virtuellen Rundgang einen Besichtigungstermin vereinbaren, sind ernsthafte Interessenten. Tourismus-Besichtiger („nur mal schauen") fallen weg.

Im Listing wird die Tour direkt eingebettet, ergänzend zu Bildern und Grundriss. Käufer können sich von der Couch aus durch das Objekt bewegen, in Räume hineinzoomen, Maße abrufen. Das ist besonders wertvoll für überregionale Käufer oder Auslandskunden.

Technologie und Praxis

Matterport ist der Marktführer mit einer eigenen Kamera-Plattform. Alternative Anbieter wie Eyespy360, KuulaPro oder ImmoViewer arbeiten mit Standard-360-Kameras. Eigene Hardware kostet 2.500 bis 5.000 Euro plus monatliche Software-Lizenz.

Beim Termin vor Ort dauert eine Aufnahme 2 bis 4 Stunden, je nach Wohnungsgröße und Detailgrad. Nach der Verarbeitung ist die Tour innerhalb von 24 bis 48 Stunden online. Sie ergänzt klassische Fotografie, Drohnenaufnahmen und Home Staging zu einem umfassenden Vermarktungspaket.

Bei Pocket Listings und Premium-Objekten ist die Tour Pflicht – sie unterstreicht die Wertigkeit der Vermarktung. Kunden erwarten heute hohe digitale Qualität, vor allem im oberen Preissegment. Wer sich darauf einlässt, hebt sich vom Wettbewerb deutlich ab.

Häufige Fragen

Zu 360-Grad-Tour

Was kostet eine 360-Grad-Tour?+

Bei externen Anbietern 250 bis 800 Euro für eine durchschnittliche Wohnung oder ein Einfamilienhaus. Eigene Hardware (Matterport-Kamera plus Lizenz) rechnet sich ab etwa 20 bis 30 Einsätzen pro Jahr.

Reduziert eine 360-Grad-Tour die Besichtigungen?+

Sie filtert Tourismus-Besichtiger aus. Wer nach der virtuellen Tour kommt, hat echtes Interesse. Die Gesamtbesichtigungs-Zahl sinkt um 30 bis 50 Prozent, die Conversion zu Angeboten steigt deutlich.

Welche Plattformen unterstützen 360-Grad-Touren?+

ImmobilienScout24 integriert Matterport direkt, Immowelt unterstützt Drittanbieter. Eigene Maklerwebsites binden die Tour als iframe ein. Mobile Optimierung ist Pflicht – die Mehrheit der Käufer schaut sich Objekte auf dem Smartphone an.

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