Die Annuität ist die wichtigste Größe in der Baufinanzierungsberatung. Sie beschreibt die monatliche Rate, die der Käufer an die Bank zahlt – bestehend aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil.
Was Makler im Beratungsgespräch erklären sollten
Käufer fragen fast immer: „Was kostet mich das im Monat?" Genau hier setzt die Annuität an. Sie zeigt die tatsächliche Belastung – und ist die Basis für die Frage, ob sich der Kaufpreis überhaupt stemmen lässt. In der Praxis berechnet sich die Annuität aus Sollzins, anfänglichem Tilgungssatz und Darlehenshöhe.
Bei einem Darlehen von 400.000 € mit 3,5 % Zins und 2 % Anfangstilgung liegt die monatliche Rate bei rund 1.833 €. Diese Zahl ist im Eigentümergespräch genauso wichtig wie der Kaufpreis – sie entscheidet, welche Zielgruppe das Objekt finanzieren kann.
Praxisrelevanz im Verkauf
Wer als Makler die Annuität grob im Kopf hat, kann Kaufinteressenten schneller einschätzen. Bei steigenden Zinsen verschiebt sich der Markt deutlich: 2021 lag die Annuität für 400.000 € bei rund 1.300 €, 2024 bei rund 1.900 € – das verändert den Käuferkreis komplett.
Im Verkaufsgespräch lohnt sich der Hinweis auf die Zinsbindung: Eine längere Bindung schützt vor steigenden Raten, kostet aber meist einen Zinsaufschlag. Käufer mit knapper Kalkulation entscheiden sich oft für 15 oder 20 Jahre Bindung, um Planungssicherheit zu haben. Eine kürzere Bindung ist günstiger, aber risikoreicher – das gehört zur seriösen Erstberatung dazu.