Das Annuitätendarlehen ist das Standardprodukt der Baufinanzierung. Käufer zahlen während der Zinsbindung eine konstante monatliche Annuität, die sich aus einem schrumpfenden Zinsanteil und einem wachsenden Tilgungsanteil zusammensetzt.
Was Käufer im Erstgespräch verstehen müssen
Die Grundlogik ist simpel: Konstante Rate, sinkende Restschuld. Bei einem Darlehen von 400.000 € mit 3,5 % Zins und 3 % Anfangstilgung zahlt der Käufer monatlich rund 2.167 €. Davon sind im ersten Jahr etwa 1.167 € Zins und 1.000 € Tilgung – nach 10 Jahren hat sich das fast umgekehrt.
Makler sollten den Mechanismus mündlich erklären können, nicht nur die Zahlen nennen. Käufer, die die Logik verstehen, fühlen sich sicherer und treffen schnellere Entscheidungen. Der wichtigste Hinweis: Die Annuität bleibt nur während der Zinsbindung gleich – danach wird neu verhandelt.
Praxisrelevanz im Verkaufsgespräch
Bei der Käuferqualifizierung ist das Annuitätendarlehen die Basis jeder Kalkulation. Wer als Makler die monatliche Rate grob im Kopf hat – Faustformel: Darlehenssumme x (Zins + Tilgung) / 12 – kann Interessenten schneller einschätzen. Bei 400.000 € und 6,5 % Annuitätenfaktor (3,5 % Zins + 3 % Tilgung) sind das rund 2.167 € pro Monat.
Wichtig ist die Unterscheidung zum Volltilgerdarlehen: Das normale Annuitätendarlehen hat am Ende der Zinsbindung eine Restschuld, das Volltilgerdarlehen nicht. Beide Modelle haben ihre Berechtigung, abhängig von Risikoneigung und Lebensphase des Käufers. Wer beide Modelle erklären kann, wirkt im Beratungsgespräch sofort kompetenter.