Der Tilgungssatz entscheidet maßgeblich, wie lange ein Kredit läuft. Er gibt an, wie viel Prozent der Darlehenssumme pro Jahr zurückgezahlt werden – ergänzend zum Zinsanteil.
Was Makler bei der Käuferberatung wissen müssen
Viele Käufer orientieren sich an der monatlichen Rate, nicht an der Tilgungsgeschwindigkeit. Ein günstiges Angebot mit 1 Prozent Tilgung wirkt verlockend, führt aber zu Restschulden weit in die Rente hinein. Wer als Makler hier aufklärt, schafft Vertrauen.
Bei einem Darlehen von 400.000 € mit 3,5 % Zins und 2 % Tilgung läuft die Rückzahlung rund 30 Jahre. Mit 3 % Tilgung sind es nur 23 Jahre – bei einer monatlichen Mehrbelastung von etwa 333 €. Das gehört in jedes seriöse Erstgespräch. Die Annuität bleibt während der Zinsbindung gleich, aber der Tilgungsanteil wächst über die Zeit.
Im Verkaufsgespräch nutzen
Beim Premium-Objekt zählt nicht der niedrigste Tilgungssatz, sondern die Frage: „Wie lange willst du an dieser Schuld arbeiten?" Käufer Anfang 40 sollten so kalkulieren, dass die Immobilie spätestens mit 65 schuldenfrei ist – das bedeutet bei 25 Jahren Laufzeit mindestens 3 % Anfangstilgung.
Ergänzend sind Sondertilgungen das Sicherheitsnetz: Käufer wählen einen moderaten Tilgungssatz und nutzen gute Jahre für zusätzliche Zahlungen. So bleibt die Rate flexibel, ohne die Laufzeit unnötig zu strecken. Wer Eigentümer beim Verkauf seriös berät, weiß: Tilgung ist die zweitwichtigste Entscheidung nach dem Kaufpreis.