Das Volltilgerdarlehen kombiniert lange Zinsbindung mit ausreichend hoher Tilgung, sodass am Ende der Bindungszeit keine Restschuld mehr offen ist. Damit entfällt das Anschlussfinanzierungs-Risiko komplett.
Was Käufer vom Modell erwarten dürfen
Maximale Planungssicherheit ist das große Argument. Wer heute mit 35 Jahren ein Haus kauft und ein 25-jähriges Volltilgerdarlehen abschließt, ist mit 60 schuldenfrei. Kein Stress mit Anschlusszinsen, kein Forward-Darlehen, keine Zinswetten. Die monatliche Rate steht über die gesamte Laufzeit fest – das ist Komfort, der Geld wert ist.
Im Gegenzug zahlt der Käufer einen Zinsaufschlag. Bei aktuellen Bedingungen liegt der bei 0,1 bis 0,3 Prozentpunkten gegenüber einem klassischen Annuitätendarlehen mit 10 Jahren Bindung. Über die Laufzeit summiert sich das, ist aber oft der Preis für ruhigen Schlaf.
Im Verkaufsgespräch positionieren
Bei sicherheitsorientierten Käufern – Angestellten, Beamten, älteren Käufern – ist Volltilgung ein starkes Argument. Im Gespräch lohnt der Satz: „Mit diesem Modell wissen Sie heute schon, wann das Haus schuldenfrei ist." Das wirkt besonders auf Käufer, die mit unsicheren Lebensphasen Erfahrungen gemacht haben.
Bei jüngeren Käufern oder Selbstständigen ist das Modell oft zu starr. Hier passt ein klassisches Annuitätendarlehen mit hohem Tilgungssatz und Sondertilgungsoptionen besser. Wer als Makler die Modelle erklären kann, wirkt im Erstgespräch sofort kompetent – auch wenn die Finanzierung nicht vom Makler vermittelt wird. Das schafft Vertrauen, und Vertrauen schließt Verträge.