Der Tilgungsplan ist das wichtigste Dokument neben dem Darlehensvertrag. Er zeigt, wie sich die Schuld über die Zeit entwickelt – und macht die Annuität im Detail transparent.
Was Makler im Beratungsgespräch lesen müssen
Käufer kommen oft mit Tilgungsplänen von zwei oder drei Banken zum Termin. Wer als Makler die Pläne grob einordnen kann, gewinnt sofort Vertrauen. Wichtigste Werte: Restschuld am Ende der Zinsbindung, durchschnittliche Zinslast, voraussichtliche Gesamtlaufzeit.
Beispiel: Bei 400.000 € Darlehen, 10 Jahren Zinsbindung und 3 % Anfangstilgung steht im Plan eine Restschuld von rund 290.000 € nach Ablauf der Bindung. Wer das im Kopf hat, kann Käufer einschätzen: „Hier bleiben Ihnen 290.000 € Anschlussfinanzierung – haben Sie das durchgerechnet?"
Praxisrelevanz beim Verkauf
Bei der Vermarktung von Immobilien ist der Tilgungsplan oft das Werkzeug, das Käufer überzeugt. Wer eine grobe Beispielrechnung machen kann – „Bei 80 % Finanzierung und 3 % Tilgung sind Sie nach 24 Jahren schuldenfrei" – wirkt sofort professionell. Käufer denken in Lebensphasen, nicht in Prozentwerten.
Wichtig: Mit konkreten Zahlen sparsam umgehen, weil Makler keine Finanzberatung leisten dürfen. Ein Hinweis wie „Lassen Sie sich von Ihrer Bank einen Tilgungsplan mit verschiedenen Tilgungssätzen geben" reicht aus. Konkrete Empfehlungen zu Tilgungssätzen gehören zum Finanzberater. Wer hier sauber bleibt, schützt sich rechtlich und wirkt seriös.