Die variable Verzinsung ist eine Alternative zur klassischen Zinsbindung. Statt einen festen Sollzins über 10 oder 20 Jahre zu vereinbaren, passt sich der Zins regelmäßig dem Marktzins an – meist alle 3 Monate auf Basis des EURIBOR plus Bankenmarge.
Was Makler im Käufergespräch erklären müssen
Für klassische Wohnimmobilienkäufe ist variable Verzinsung selten erste Wahl. Käufer wollen Planungssicherheit über 15 bis 20 Jahre – das gibt nur die feste Zinsbindung. Variable Zinsen lohnen sich vor allem in zwei Spezialfällen.
Erstens: Bei Zwischenfinanzierungen, wenn der Käufer auf den Verkauf einer alten Immobilie wartet. Hier ist die kurze Laufzeit der Vorteil – feste Bindungen wären zu teuer. Zweitens: Bei erwartet fallenden Zinsen, wenn der Käufer von Zinsrückgängen profitieren will. Das ist aber eine Wette.
Im Verkaufsgespräch positionieren
Bei jungen Käufern mit Spekulationsbereitschaft kann das Modell interessant sein. „Sie zahlen heute 0,5 Prozentpunkte weniger als mit fester Bindung – wenn die Zinsen fallen, sparen Sie sofort." Das funktioniert aber nur, wenn die Käufer das Risiko emotional aushalten. Bei 400.000 € Darlehen bedeutet 1 % Zinsanstieg rund 333 € mehr im Monat.
Für die meisten Käufer ist die feste Zinsbindung die bessere Wahl. Wer als Makler ehrlich berät, sagt das auch so: „Variable Verzinsung ist eine Zinswette – wenn Sie das aushalten, sparen Sie vielleicht Geld. Wenn nicht, schlafen Sie mit fester Bindung besser." Diese Klarheit schafft Vertrauen und schützt den Käufer vor späteren Problemen.